INGEBORRARP

Ingeborrarp ist einer der alten Weiler im Kirchspiel Rya in der Gemeinde Örkelljunga. Erleben Sie den ältesten erhaltenen Hof der Gegend an seinem ursprünglichen Platz, umgeben von wunderschöner Kulturlandschaft. Entdecken Sie die verschiedenen Hofgebäude und erhalten Sie einen Einblick, wie Generationen von Menschen noch bis 1954 hier gelebt und gearbeitet haben.

„Der Name des Weilers Ingeborrarp geht auf den Frauennamen Ingeborg zurück, dessen Endkonsonant g im hiesigen Dialekt nicht ausgesprochen wird. Die Endsilbe -arp ist die dänische Entsprechung zum schwedischen Wort „Torp“ (alleinstehender, kleiner Bauernhof). Dass ein Weiler nach einem Frauennamen benannt ist, ist ungewöhnlich, kann jedoch damit zusammenhängen, dass der Weiler zum Herrenhof Bjärsgård gehörte, wo möglicherweise ein Familienmitglied diesen Namen trug.“
Zitat aus der Schrift „Heimatverein Örkelljunga 75 Jahre“, 2006.

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Wohnhaus

Das Gebäude, das ursprünglich eine Rauchstubenkate war, wurde in der ersten Hälfte des 18. Jhs. errichtet und steht bis heute an seinem ursprünglichen Platz. Zunächst war das Gebäude vermutlich mit einem Torfdach versehen, das später durch ein Schindeldach (Spaltschindeldach) sowie noch später durch ein Reet- und Strohdach ersetzt wurde. Die Hütte ist mit Möbeln aus der Region eingerichtet.

Scheunengebäude

Die Scheune wurde in Ständerbohlenbauweise errichtet. Hierbei werden lose, zugesägte Bohlen liegend in vertikales Ständerwerk eingesetzt. In der Scheune befinden sich ein kleinerer Wagenraum und eine Ausstellung, die die Torfherstellung in der Region zeigt.

Das Stallgebäude

Der Stall wurde im 19. Jh. errichtet. Die Vorderseite besteht aus Fachwerk, für die übrigen Wände wurde Naturstein verwendet. Bei der Renovierung 1968 wurde ein Ziegeldach auf das Schindeldach aufgesetzt, das wiederum ein Strohdach ersetzt hatte. Auf dem Heuboden gibt es eine ständige Ausstellung, die zeigt, wie die Landwirtschaft in der Region von der Saat bis zur Ernte ablief.

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Backstube

Das heutige Gebäude wurde 1977-1978 rekonstruiert, nachdem die Backstube an derselben Stelle 1955 nach einem Blitzeinschlag abgebrannt war. Die ursprüngliche Backstube stammte aus dem 19. Jh. und war aus Naturstein sowie in Ständerbohlenbauweise errichtet worden. Für den Ingeborrarp-Hof bildete das Gebäude damit eine Ausnahme. Heutzutage beherbergt das Gebäude das Unternehmen Hälsa med Hästkraft, das u. a. Reittouren und Kutschfahrten veranstaltet.

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Die Horizontalrad-Wassermühle

Am Bach östlich der Backstube steht eine Horizontalrad-Wassermühle, die 1984 im Rahmen der Errichtung des Mühlendamms rekonstruiert wurde. Hier hat der Bauer sein Getreide gemahlen. Horizontalrad-Wassermühlen konnten in der Regel nur bei hohem Wasserdurchfluss im Herbst und Frühling zum Mahlen verwendet werden.

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Slättsjö-Hütte

Dieses Wohnhaus wurde 1841 in Slättsjo im Kreis Röke erbaut und 1937 vom Heimatverein erworben. Die Hütte ist in Ständerbohlenbauweise mit zugesägten Wandbrettern aus Kiefernholz errichtet. Im Rahmen des Wiederaufbaus wurde das Gebäude isoliert und eine Elektroheizung wurde installiert. Das Dach wurde mit Hohlpfannen gedeckt, die Außenwände erhielten neue Paneele. Das Obergeschoss beherbergt die Textilausstellung des Vereins. An einer Seite des Gebäudes wurde eine Schusterwerkstatt eingerichtet mit Werkzeug aus der Schusterei Hjalmar Paulsson in Örkelljunga.

Die Schenke

2003 wurde das neue Restaurant auf Ingeborrarp eingeweiht. Das Gebäude wurde aus Holz aus der Region errichtet, das direkt hier auf dem Hof zugesägt wurde. Die Schenke hat 60-80 Plätze und bietet Speisen und Getränke zu allen Gelegenheiten, im Alltag und zu festlichen Anlässen.

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Die neue Scheune (Nya Logen) – der Hofladen

Nach Fertigstellung der Schenke wurde die neue Scheune „Nya Logen“ mit einem Einfahrttor zur Schenke und zur Slättsjö-Hütte errichtet. Der Heuboden wurde nach alter Vorlage als Gebäude in Ständerbohlenbauweise errichtet und beherbergt derzeit ein Büro, die Rezeption und den Hofladen namens „Stallboden“. Hier werden die Bücher des Vereins, Sirup, Konfitüre, Handwerk aus der Region und vieles mehr angeboten.

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Krökatorpet

Das in den 1830er Jahren erbaute Wohnhaus erhielt mit der Zeit den Namen „Krökatorpet“, denn es liegt an einer Wegbiegung (schwed. Krök) an der Zufahrt zu Ingeborrarp. Die Gebäudefassade wurde 1991 restauriert. Das Haus wird heute an Privatpersonen vermietet.

Die Schmiede

Die Schmiede verfügt über zwei Essen. Auf der einen Seite ist sie wie eine Dorfschmiede und auf der anderen Seite als mechanische Werkstatt eingerichtet. Am Eingang wurde die ursprüngliche Beschlagbox zum Beschlagen von Pferden rekonstruiert. Im Obergeschoss befindet sich ein Museum, das zeigt, wie Eisenerz abgebaut und geschmolzen wurde. Der Ofen, der auf das 13. Jh. datiert wurde, stammt aus Ö. Ringarp.

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Holzmuseum

Das Erdgeschoss, wo sich früher eine Scheune befand, beherbergt ein Sägewerk mit wasserbetriebener Säge, die aus Vångamöllan (Lärkesholm) hierher verbracht wurde. Bevor es wasserbetriebene Mühlen gab, bediente man sich der Schottsäge. Auch dies wird gezeigt sowie drei verschiedene Hausmodelle, die als Blockhaus, in Ständerbohlenbauweise und aus Fachwerk mit unterschiedlichem Dachbelag errichtet wurden. Oberhalb des früheren Stalls befindet sich ein Tischler/Schreinerboden, der die Variationsbreite von Holzhandwerk der Region im Zeitraum von 1750 bis 1950 zeigt.